Sicherheitsnormen | EMMA Safety Footwear

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Sicherheitsnormen für Sicherheitsschuhe

Sicherheitsschuhe schützen Ihre Füße vor Gefahren am Arbeitsplatz. Welcher Schutz erforderlich ist, hängt von der Arbeitsumgebung und den auszuführenden Tätigkeiten ab.

Aus diesem Grund werden Sicherheitsschuhe nach Sicherheitsnormen klassifiziert. Diese Normen legen fest, welches Schutzniveau ein Schuh bietet und unter welchen Bedingungen er verwendet werden kann. In Europa unterliegen Sicherheitsschuhe der Norm EN ISO 20345:2022+A1:2024. Diese Norm beschreibt sowohl den Grundschutz eines Sicherheitsschuhs als auch zusätzliche Eigenschaften, wie beispielsweise Schutz vor scharfen Gegenständen, Feuchtigkeit oder rutschigen Untergründen.
 

Die Grundlagen der Norm EN ISO 20345

Alle Sicherheitsschuhe gemäß dieser Norm verfügen mindestens über eine Schutzkappe, die einem Aufprall von 200 Joule standhalten kann. Darüber hinaus weisen Sicherheitsschuhe häufig eine Reihe von Standardmerkmalen auf, wie beispielsweise

  • eine geschlossene Ferse für Stabilität
  • antistatische Eigenschaften
  • Energieaufnahme im Fersenbereich zur Dämpfung

Je nach Arbeitsumgebung können zusätzliche Schutzstufen hinzugefügt werden.

Die verschiedenen Sicherheitsnormen bilden ein mehrschichtiges Schutzkonzept. Jede Norm ergänzt die vorherige um zusätzliche Eigenschaften. So kann ein Sicherheitsschuh beispielsweise zusätzlichen Schutz bieten gegen:

  • scharfe Gegenstände auf dem Boden
  • feuchten Arbeitsbedingungen
  • rutschigen Untergründen
  • hohe Belastungen während der Arbeit

Die bekanntesten Normen innerhalb dieses Schutzkonzepts sind S1P, S1PS, S2, S3 und S3S.

Sicherheitsstandards

S1P-Sicherheitsnorm

S1P-Sicherheitsschuhe sind für trockene Arbeitsumgebungen vorgesehen, in denen Schutz vor scharfen Gegenständen erforderlich ist. Ein Schuh der S1P-Norm verfügt unter anderem über:

  • eine Schutzkappe
  • antistatische Eigenschaften
  • Energieaufnahme in der Ferse
  • einen Durchstichschutz in der Sohle

Diese Norm ist häufig in Branchen wie der Logistik und der Leichtindustrie anzutreffen.


S1PS-Sicherheitsnorm

S1PS ist eine neuere Variante von S1P. Der Unterschied liegt im flexiblen, nichtmetallischen Durchstichschutz in der Sohle. Diese Zwischensohle sorgt für mehr Flexibilität und Bewegungsfreiheit beim Gehen. S1PS wird beispielsweise in Arbeitsumgebungen eingesetzt, in denen viel gelaufen, gebückt oder gekniet wird, wie beispielsweise in der Elektronik- oder Installationstechnik.


S2-Sicherheitsnorm

S2-Sicherheitsschuhe sind für Arbeitsumgebungen konzipiert, in denen Feuchtigkeit eine Rolle spielt, aber keine Gefahr durch scharfe Gegenstände auf dem Boden besteht. Neben dem grundlegenden Zehenschutz verfügt ein S2-Sicherheitsschuh über ein wasserabweisendes Obermaterial, das dazu beiträgt, die Füße trockener zu halten. Diese Norm ist häufig in Branchen wie den folgenden anzutreffen:

  • Lebensmittelindustrie
  • Gesundheitswesen
  • Gebäudemanagement

S3-Sicherheitsnorm

Die S3-Norm ist für Arbeitsumgebungen vorgesehen, in denen Feuchtigkeit und scharfe Gegenstände gemeinsam vorkommen. Ein Sicherheitsschuh nach S3-Norm vereint mehrere Schutzstufen:

  • Schutzkappe
  • wasserabweisendes Obermaterial
  • Durchstichschutz in der Sohle
  • antistatische Eigenschaften
  • Energieaufnahme im Fersenbereich

Dadurch eignet sich S3 für anspruchsvollere Arbeitsumgebungen wie das Bauwesen, den Infrastrukturbereich und Arbeiten im Freien.


S3S-Sicherheitsnorm

S3S baut auf dem Schutz von S3 auf. Der wichtigste Unterschied besteht darin, dass der Durchstichschutz häufig aus einer flexiblen, nichtmetallischen Zwischensohle besteht. Dies kann für mehr Bewegungsfreiheit und Komfort beim Gehen sorgen.
 

S3S wird häufig in Arbeitsumgebungen eingesetzt, in denen Schutz erforderlich ist, aber auch Flexibilität und Komfort eine wichtige Rolle spielen. Dazu gehören beispielsweise die Industrie, die Logistik und der technische Dienstleistungssektor.

Normen für Arbeitsschuhe ohne Sicherheitszehenkappe

Neben Sicherheitsschuhen gibt es auch Arbeitsschuhe ohne Schutzkappe. Diese fallen unter Normen wie O2 und O3. Diese Schuhe bieten Schutz beispielsweise vor Feuchtigkeit oder scharfen Gegenständen, sind jedoch für Arbeitsumgebungen vorgesehen, in denen eine Schutzkappe nicht vorgeschrieben ist.
 


Sicherheitsnormen und zusätzliche Klassifizierungen

Neben der Sicherheitsnorm können Sicherheitsschuhe auch zusätzliche Klassifizierungen aufweisen. Diese liefern weitere Informationen zu spezifischen Eigenschaften des Schuhs. Beispiele hierfür sind:

  • Rutschfestigkeit (SR)
  • ESD-Schutz vor statischer Elektrizität
  • Durchstichschutz in der Sohle
  • Wasserbeständigkeit

Diese Eigenschaften sorgen in Verbindung mit der Sicherheitsnorm für Schutz und Komfort.

Die Wahl des richtigen Sicherheitsschuhs

Die Wahl des richtigen Sicherheitsschuhs hängt immer von den Risiken am Arbeitsplatz ab. Neben der Sicherheitsnorm spielen auch Faktoren wie Griffigkeit, Passform, Sohlentechnologie und Arbeitsbedingungen eine Rolle. Durch die Wahl der richtigen Kombination aus Norm und Technologie bleiben die Füße während der Arbeit geschützt und fühlen sich wohl. Möchtest du wissen, welcher Sicherheitsschuh am besten zu deiner Arbeit (bzw. deinem Arbeitsumfeld) passt? Dann führe die Risikoanalyse durch und finde den richtigen Sicherheitsschuh.[LINK ZUM BLOG ÜBER SICHERHEITSNORMEN]